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Das Meer beginnt doch in Neapel !
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(Odelzhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Das Meer beginnt in Neapel (Gebundene Ausgabe) Ein Roman über Neapel,von einer Innigkeit,die in der Neapelliteratur ihresgleichen sucht.Eine einfache Geschichte wird erzählt...ein kleines Mädchen muß Neapel,die Gefilde der ersten Jugend verlassen,kommt in eine andere Stadt,aber die Erinnerungen bleiben,sie kann sich nicht lösen von einem Kosmos,zu dem sie gehört.Wie so viele andere auch ! Eine ganze Schriftstellergeneration hat nach dem Krieg Neapel verlassen-aber wie unter Zwang immer nur darüber geschrieben!Das Thema Rom_Neapel ist nicht neu(E.Croce,Goethe, Stendhal u.a) aber hier wird Rom benutzt ,um Neapel zu beschreiben.Das geschieht in wenigen,prägnanten Strichen,aber ist effektiver als ein dickes Buch.Allein die Beschreibung des Vaters !-große Vergangenheit,schöne Stimme,charmant-tragischer Abstieg,Faszination noch im Untergang suggeriert dem Leser die Stadt,aus der er kommt.Gleichzeitig-wieder nur in ein paar Sätzen-gibt sie ein Porträt des wunderbaren neapolitanischen Dialekts und der hinreissenden Canzone Napoletana. "Nie war von Neapel die Rede" das taucht immer wieder auf-aber das ganze Buch ist voll davon!In diesem Kontext wird Fiametta zur Randfigur, mir scheint eine kleine Schwäche des Büchleins. Frau Ortese hatte in schrecklichen, berühmt gewordenen Bildern ein Neapel beschrieben, daß vom Meer nicht gesäubert wurde.Im Gegenteil....wie so Vieles,auch das Meer beginnt hier!-und ist Objekt der Sehnsucht!Die Autorin möchte eintauchen !! Eine Stadt wie Neapel,die sich im Lauf der Geschichte immer wiedergefunden hat,wird auch hier wiedergefunden."Bei Frühlingsanfang bin ich nach Neapel zurückgekehrt" schreibt E.Rasy.Der Roman ist eine Apotheose der Sehnsucht ! Große Kunst!
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 31. August 2006 |